Anzeichen einer möglichen Fruchtbarkeitsstörung bei der Frau

Manche Frauen leiden an körperlichen Symptomen, die auf eine Fruchtbarkeitsstörung hinweisen können, wie beispielsweise unregelmäßige Monatsblutungen oder das Ausbleiben der Menstruation.

Damit Sie diese Anzeichen bemerken, ist es wichtig, dass Sie Ihren Körper kennen und auch sorgfältig beobachten. Wenn Sie Ihren Arzt/ Ihre Ärztin über Ihre Symptome informieren, kann ihm dies die Diagnose erleichtern.

Menstruationsstörungen

Nach der ersten Regelblutung (Menarche) pendelt sich die hormonelle Steuerung der Monatszyklen langsam ein, bis sie nach der letzten Regelblutung (Menopause) komplett endet. Treten während der fruchtbaren Jahre Störungen dieser Steuerung auf, wirken sich diese auf den Menstruationszyklus aus und können somit auch Grund für eine Unfruchtbarkeit und einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Als starke Monatsblutung wird eine Blutung eingestuft, die länger als acht Tage andauert oder so stark ist, dass die Lebensqualität der Frau beeinträchtigt wird. Genauso wie leichte Blutungen, zwischen denen mehr als 38 Tage Abstand liegen, können diese Abweichungen ein Anzeichen für eine Unfruchtbarkeit sein.

Die Ursachen für eine Menstruationsstörung können in der Gebärmutter, dem Gebärmutterhals, den Harnwegen oder dem Magen-Darm-Trakt liegen. Die Unregelmäßigkeiten können beispielsweise durch Myome (gutartige Wucherungen in der Gebärmutterschleimhaut), eine Endometriose oder durch Funktionsstörungen der Eierstöcke ausgelöst werden.  Aber auch starke Gewichtsschwankungen, Stress oder ein unausgeglichener Hormonhaushalt können diese verursachen.

Hormonelle Störungen

Auch eine Überproduktion männlicher Hormone (Androgene) kann der Grund für eine Fruchtbarkeitsstörung sein. Körperliche Anzeichen dafür können unter anderem Akne, fettige Haut und übermäßige Behaarung sein. Letzteres kann auch ein Anzeichen für das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCOS) sein. Durch sorgfältige Überwachung durch Spezialisten für Kinderwunschbehandlung lässt sich die Komplikation in vielen Fällen weitgehend vermeiden.

Das Hormon Prolaktin ist für die Aufrechterhaltung der Milchproduktion während der Stillzeit verantwortlich. Eine Überproduktion (Hyperprolaktinämie) ohne Schwangerschaft kann jedoch zu einer Störung der Eizellreifung und im Extremfall zu einer Unfruchtbarkeit führen.

Schmerzen

Schmerzen sind stets eine subjektive Empfindung. So leiden viele Frauen an mehr oder weniger starken Schmerzen während der Regelblutung. Menstruationsschmerzen sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sollten abgeklärt werden, um Erkrankungen, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können, auszuschließen.

 

Menstruationsschmerzen – Dysmenorrhoe

Bei vielen Frauen treten während der Monatsblutung Krämpfe und Schmerzen auf. Menstruationskrämpfe und -schmerzen jeder Intensität sollten bei einer Fruchtbarkeitsuntersuchung geschildert werden, denn sie können auch auf eine Endometriose hinweisen, die die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen kann.

 

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr – Dyspareunie

Wenn beim Geschlechtsverkehr Schmerzen empfunden werden, kann dies mehrere Ursachen haben. Beispielsweise kann es ein Anzeichen für eine Endometriose sein, welche eine Unfruchtbarkeit verursachen kann.

 

 

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