Falls Sie von Ihrem Gynäkologen an ein Kinderwunschzentrum überwiesen wurden, wird dort zunächst eine sogenannte orientierende Fruchtbarkeitsuntersuchung durchgeführt. Einige Untersuchungen, die Sie bereits bei Ihrem Frauenarzt erhielten, werden möglicherweise erneut durchgeführt. In den Kinderwunschzentren wird aber dafür gesorgt, dass die Untersuchungen möglichst wenig belastend für Sie und Ihren Partner sind.

Anamnese

In der Regel wird die Anamnese im Kinderwunschzentrum erneut erhoben. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei auch um weiterführende Fragen, die für eine genaue Abklärung der Fertilitätsstörung wichtig sein können.

Körperliche Untersuchung

Bei der Frau erfolgt eine allgemeine gynäkologische Untersuchung. Darüber hinaus wird oftmals eine vaginale Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um die Eierstöcke und Gebärmutter detailliert zu untersuchen.

Zyklusauswertung/Ovulationsbestimmung

Im Kinderwunschzentrum wird das Wachstum der Eibläschen mithilfe einer vaginalen Ultraschalluntersuchung verfolgt. Hierbei handelt es sich um eine schmerzlose Untersuchung, bei der ein längliches Instrument (Sonde) in die Vagina eingeführt wird. Mithilfe von Schallwellen werden die Strukturen auf dem Bildschirm dargestellt. So kann relativ genau festgestellt werden, wann ein Eisprung stattfindet und das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut kann ebenfalls bestimmt werden. Zudem werden unterstützend noch Messungen zyklusspezifischer Hormone im Blut durchgeführt.

Blutuntersuchung

Bei der Frau wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, um Hormonspiegel zu bestimmen. Da Schwankungen der Hormonspiegel vorkommen können, wird an mehreren Tagen im Monatszyklus gemessen.

Untersucht werden in der Regel folgende Hormone:

Samenanalyse

Wenn Ihr Frauenarzt bereits eine Samenanalyse im Labor veranlasst hat und diese keine Abweichungen aufgewiesen hat, muss keine erneute Probe erfolgen. Wenn jedoch Abweichungen festgestellt werden, wird diese Analyse wiederholt und gegebenenfalls weitere Untersuchungen eingeleitet.